Zu viele Zeitstrafen gegen den Tabellenführer

Gegen den Tabellenführer aus Sauerlach unterlagen die Handballherren des ESV Rosenheim am Sonntagabend in der Rosenheimer Luitpold-Halle knapp mit 23:26. Zur Halbzeitpause lagen die Gastgeber mit 11:17 zurück, im Laufe der zweiten Spielhälfte konnten die ESVler den Rückstand nach einer deutlichen Leistungssteigerung nochmals verringern.

Gegen den TSV Sauerlach legten die Gastgeber einen klassischen Fehlstart hin, nach knapp fünf Minuten lag die Mannschaft von ESV-Coach Michel bereits mit 0:5 zurück. In den kommenden Minuten kämpften sich die ESVler zurück in die Partie und verkürzten auf 5:6 bzw. 6:7. Mitte der ersten Halbzeit kassierte Rosenheim zum Teil strittige Zeitstrafen – der Unparteiische aus Bad Reichenhall zeigte leider, wie gewohnt, wenig Fingerspitzengefühl. Der Frust bei den Hausherren wuchs stetig. In Überzahl spielend erhöhte Sauerlach durch fünf Treffer in Folge auf 6:12. Rosenheim scheiterte im Angriff zu oft am Routinier im Sauerlacher Tor. Im Gegenzug fanden die wendigen TSV-Angreifer immer wieder Lücken in der ESV-Abwehr. Auf 10:13 kamen die ESVler noch heran, Neuzugang Matthias Becker erzielt aus dem linken Rückraum vier Treffer und macht sein bestes Saisonspiel. Mit dem Pausenpfiff erhöhten die Gäste per Kempa-Trick auf 11:17.

Nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf, Sauerlach behauptete zunächst die komfortable Führung. Ab der 40. Minute vernagelte der kurz zuvor eingewechselte ESV-Torhüter Sven Herweh dann seinen Kasten (Tor). Rosenheim verkürzte von 13:20 auf 16:20. Bei den Gastgebern keimte wieder Hoffnung auf. Im Angriff wurden in dieser Phase leider mehrfach Foulspiele gegen ESV-Angreifer nicht geahndet. Das Sauerlacher Spiel wurde bedingt durch die schwindende Führung hektischer, in der 51. Spielminute nahm der Gästetrainer die Auszeit. Der TSV lässt dann nichts mehr anbrennen, Rosenheim kämpfte bis zum Schluss und musste sich am Ende knapp mit 23:26 geschlagen geben.

Rosenheim zeigte besonders in der Schlussphase eine ansprechende kämpferische Leistung. Mit ausschlaggebend für die Heimniederlage ist, dass die ESVler zehn und die TSVler nur zwei Zeitstrafen absitzen mussten. Einige der Zeitstrafen wären für die Gastgeber vermeidbar gewesen.

Für den ESV spielten: M. Pauling (Tor), S. Herweh (Tor), D. Stierle (8), G. Ballo, M. Becker (4), B. Staniszewski (3), J. Maier (2), J. Schubert (1), D. Heid (1), I. Riebel (4), T. Senftner.