26:24 – Rosenheimer Aufholjagd wird nicht belohnt

Drei Spiele, drei Niederlagen: Auch das Derby beim TSV Brannenburg konnten die Handballherren des ESV Rosenheim am Samstagabend nicht gewinnen. Die Mannschaft von Coach Till Senftner rannte stets einem – zum Teil deutlichen – Rückstand (13:9 zur Halbzeitpause, 17:10/35.) hinterher, glich in der 56. Minute zum 22:22 aus und musste sich am Ende doch mit 26:24 geschlagen geben.

Beide Teams begannen nervös. Den ersten Treffer der Partie erzielten die Gastgeber nach fünf Minuten. Den ersten ESV-Treffer erzielte Ingo Wolf jedoch erst in der 12. Minute, zu dem Zeitpunkt lag Rosenheim bereits mit 5:1 zurück. Im Angriff musste sich die Senftner-Truppe ihre Torchancen hart erarbeiten und scheiterte zu oft am guten Brannenburger Goalie Pascal Schuppe. Der TSV-Torhüter war es aber auch, der den kuriosesten Treffer der Partie erzielte: Bei dem Versuch, einen im 6m-Kreis liegenden Ball ins Toraus zu befördern, boxte er den Ball ins eigene Tor. Rosenheim kämpfte und verkürzte in der 20. Minute auf 9:7. Die ESV-Abwehr stand besser als zuletzt, gegen den bulligen Brannenburger Kreisläufer hatte sie aber mehrfach das Nachsehen. In Überzahl spielend erhöhten die Gastgeber von 11:9 zum 13:9 Halbzeitstand.

Nach der Pause wirkten die Brannenburger frischer und bissiger, Rosenheim wurde mit Kontern überrannt, beim 17:10 (35.) drohte dem ESV Schlimmes. Doch bei den Gästen gaben Riebel & Co. nicht auf, nutzten ihre Torchancen besser und verkürzten nach 44 Minuten zum 17:15. Aus dem Positionsangriff taten sich die TSVler sichtlich schwer, die ESV-Abwehr stand gut. In den letzten zehn Spielminuten wurde die Partie, als Rosenheim auf 20:19 verkürzte, zum erhofft spannenden Derby. Die ESVler schafften in der 56. Minute den Ausgleich zum 22:22. Brannenburg ging mit 23:22 in Führung, Jonas Meyrl vergab einen Siebenmeter, im Gegenzug erzielten die TSVler das 24:22. 90 Sekunden vor dem Ende traf Ingo Riebel vom Siebenmeterpunkt für Rosenheim zum 25:24. Den Treffer zum 26:24 Endstand erzielte Maxi Niebler 15 Sekunden vor dem Ende, er wurde für sein Team in der Schlussphase mit vier Treffern zum Matchwinner.

ESV-Coach Senftner war mit der kämpferischen Einstellung seiner Mannschaft nach der Partie dennoch zufrieden. Im Vergleich zu den vorherigen Spielen war eine deutliche Leistungssteigerung erkennbar. Bei einer besseren Chancenverwertung wäre für den ESV Rosenheim im Derby mehr drin gewesen.

Für den ESV spielten: M. Pauling (Tor), F. Zimmer (Tor), D. Stierle (1), J. Sandbichler, I. Wolf (3), J. Müller, B. Staniszewski (3), A. Schubert (1), J. Meyrl (2/2), J. Schubert (3), D. Heid (3), I. Riebel (7/2), F. Maier, A. Malic (1).