Kellerduell endet unentschieden – nur ein Punkt ist für die ESV-Herren zu wenig

Beim TuS Raubling mussten die Handballherren des ESV Rosenheim am Samstagnachmittag antreten. Anfang der zweiten Halbzeit lag Rosenheim bereits mit fünf Treffern zurück, kämpfte sich dann zurück ins Spiel und hätte die Partie am Ende noch gewinnen können. Nach einer hektisch Schlussphase trennten sich die Mannschaften mit 25:25 (Halbzeitstand 12:11).

Für die Senftner-Truppe stand die Partie unter dem Motto „verlieren verboten“. Nach vier Niederlagen in Folge war das Selbstvertrauen der ESV-Herren entsprechend angeknackst. Motiviert und dennoch verunsichert gingen die Gäste in die Partie. Raubling erwischte den besseren Start, die ESVler liefen in der ersten Halbzeit permanent einem Ein- bis Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Im Angriff vergab Rosenheim erneut zu viele gute Torchancen. Der TuS Raubling spielte im Angriff effizienter und hatte im Abschluss zum Teil auch das Glück auf seiner Seite. Rosenheim hielt den Anschluss, beim Spielstand von 12:11 für die Gastgeber ging es in die Halbzeitpause.

Nach dem Seitenwechsel war im Rosenheimer Angriffsspiel der Wurm drin. Technische Fehler und Fehlwürfe brachten den TuS Raubling in Ballbesitz, per Tempogegenstoß erhöhten die Gastgeber binnen weniger Minuten in Überzahl spielend auf 17:12. Die ESV-Herren konnten sich in der Abwehr wieder steigern, im Angriff brachten die Routiniers Wolf und Riebel mit ihren Treffern Sicherheit ins Spiel. Zehn Minuten vor dem Ende war die Mannschaft von ESV-Coach Till Senftner wieder auf 22:21 dran. In der Schlussphase nahm das Derby an Fahrt auf, Hektik und Emotionen auf und neben dem Spielfeld. In der 56. Minute erzielte Ingo Riebel per Siebenmeter den Ausgleich zum 23:23. Kurz darauf ging der ESV Rosenheim erstmals in der Partie durch einen Treffer von Johannes Maier vom Kreis mit 23:24 in Führung. Die ESVler erkämpften sich in der Abwehr den Ball, leiteten den Tempogegenstoß ein, als der Rosenheimer Angreifer am gegnerischen 9m-Kreis war, unterbrach das Kampfgericht die Partie: Team-Time-out TuS Raubling. Entsetzen auf der Rosenheimer Bank, die beiden Unparteiischen entschieden auf Ballbesitz für die Gastgeber. Raubling glich in der 58. Minute zum 24:24 aus, Rosenheim erhöhte im Gegenzug 50 Sekunden vor dem Ende auf 24:25. Nach einer obszönen Geste gegenüber einem ESV-Spieler sah der Raublinger Spieler Hauck 18 Sekunde vor dem Ende die Blaue Karte (Disqualifikation mit Bericht). In letzter Sekunde erzielte Michael Stöhr für den TuS Raubling von der rechten Außenposition den Ausgleichstreffer zum 25:25 Endstand.

Die Rosenheimer Mannschaft hat im Derby zwar Moral bewiesen, um aus dem Tabellenkeller zu kommen, reicht die gezeigte Leistung gegen stärkere Mannschaften vermutlich nicht aus. Um nicht als Verlierer vom Platz zu gehen, werden sich die ESV-Herren im Derby gegen den SV Bruckmühl am kommenden Samstag (16:00 Uhr Luitpold-Halle) steigern müssen.

Für den ESV spielten: S. Herweh (Tor), M. Pauling (Tor), D. Stierle, J. Sandbichler, I. Wolf (5), M. Schulze, B. Staniszewski (1), J. Maier (2), J. Meyrl (2), J. Schubert (3), F. Maier (2), I. Riebel (10/5), J. Müller, A. Malic